:: Crowdinvesting

Crowdinvesting ist ein Wachstumsmarkt: Im Jahr 2011 wurden noch 449.000 Euro eingesammelt. Im Jahr 2012 waren es bereits 4.253.000 Euro, 2013 dann 15.010.000 Euro (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/258159/umfrage/crowdinvesting-kapital-in-deutschland-nach-plattformen/). Nach Information des German Crowdfunding Network wurden 2014 dann insgesamt 26.973.211 Euro eingesammelt (Quelle: http://www.germancrowdfunding.net/daten/, vgl. darin „equity-based crowdfunding“).
 
Beim Crowdinvesting geht es typischerweise um partiarische Nachrangdarlehen. Der Investor erhält für sein Darlehen während der Laufzeit einen gewissen festen jährlichen Mindestzins, der regelmäßig 1,5% beträgt. Der Reiz liegt für ihn aber darin, darüber hinaus einen gewinnabhängigen variablen Bonuszins zu erhalten. Die Nachrangigkeit des Investors bedeutet, dass er im Fall der auch nur drohenden Insolvenz weder  Rückzahlungsansprüche noch Ansprüche auf Zinsen geltend machen kann. Somit droht ihm das Risiko des Totalausfalles.
 
Da das partiarische Darlehen sehr viele Ähnlichkeiten zu stillen Gesellschaften aufweist, für die strengere gesetzliche Regelungen gelten, ist sehr strikt auf die Abgrenzung hiervon zu achten. Mitbestimmungsrechte der Investoren dürfen in partiarischen Darlehen deshalb nicht gewährt werden. Um dem Unternehmer die Umsetzung seines Geschäftsmodelles oder seiner Projekte zu ermöglichen, wird die Beendigung des Darlehens regelmäßig für eine bestimmte Mindestlaufzeit ausgeschlossen.
 
Partiarische Darlehen können auch projektbezogen gestaltet werden. D.h., dass der Unternehmer den erlangten Geldbetrag ausschließlich zur Umsetzung eines bestimmten Projektes verwenden darf und der Investor an den Erlösen dieses Projektes beteiligt wird. Bislang gibt es diese Konstruktion im Crowdinvesting nur für den Filmbereich, obwohl sich die Projektbezogenheit auch für kleine und mittelständische Unternehmen zur Finanzierung eignen würde.
 
Ansonsten sind bei der Gestaltung von Crowdinvesting Verträgen neben den (potentiellen) Interessen der Vertragsparteien (Unternehmen und Crowdinvestoren) auch die Anforderungen etwaiger weiterer, späterer Investoren und Förderungen zu berücksichtigen: Insbesondere Venture Capital Geber sollen durch das Crowdinvesting nicht in künftigen weiteren Finanzierungsrunden verschreckt werden.
 
Zum Thema Crowdinvesting hielt RA Michael Augustin schon zahlreiche Vorträge und engagiert sich im Deutschen Crowdsourcing Verband.
 
 

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